Sternsingeraktion mit erfolgreicher Zwischenbilanz

 

Österreicher öffneten den rund 85.000 Sternsingern „ihre Türen, Herzen und Geldbörsen“

 

SALZBURG (eds,kap-10.1.2019) / „Die Sternsinger haben mit ihrem Engagement heuer beherzt Schnee, Regen und Wind getrotzt. Rund 10.000 Kinder und Jugendliche mit ihren Begleitpersonen waren in den Pfarren der Erzdiözese Salzburg für die humanitäre Sache unterwegs. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen weiteren HelferInnen, die mit den Kindern Lieder probten, für sie kochten, Gewänder nähten, …500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika konnten im vergangenen Jahr mit den Sternsingerspenden finanziert werden“, bedankt sich Wolfgang Hammerschmid-Rücker, Geschäftsführer der Katholischen Jungschar Salzburg. „Wir ziehen dankbar die Krone vor unseren Spenderinnen und Spendern und natürlich vor all jenen, die unermüdlich beim Sternsingen dabei waren - sei es als Königin oder König, als Begleitperson oder Organisatorin und Organisator“, so Jungschar-Vorsitzende Stephanie Schebesch-Ruf.

Bei der Tour durch 3.000 Pfarren hätten die Sternsinger „geschätzte zehn Mal den Erdball umrundet“. 1,7 Millionen Stunden hätten die Kinder für die gute Sache aufgewendet. Dazu kämen noch 600.000 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit von Jugendlichen und Erwachsenen, die Caspar, Melchior und Balthasar unterstützen.

Wertvolle Erfahrungen sammeln

Die Dreikönigsaktion sei auch eine „Schule für die Zivilgesellschaft“. „Beim Sternsingen macht man die Erfahrung, wie wertvoll es ist, sich für Andere einzusetzen, ohne selbst davon zu profitieren“, so Schebesch-Ruf. Ein modernes Hilfswerk gehe zudem über die von den Sternsingern unterstützten Entwicklungsprojekte hinaus. „Wir müssen unseren Lebensstil hinterfragen, anpassen und müssen erkennen, dass wir als Menschheit eine große Familie sind, die füreinander und für die Schöpfung verantwortlich ist. Beim Sternsingen zeigen Kinder, wie Welt verändern geht.“

Appelle an Politiker

Traditionell besuchen die Sternsinger zu Weihnachten zuallererst Kardinal Christoph Schönborn und danach auch die höchsten Repräsentanten der Politik. Nachdem sie Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) ihre Aufwartung machen konnten, mussten sie für andere Politiker, bei denen sich in den Weihnachtsferien kein Termin für sie fand, „Überstunden“ machen. 

Die Sternsinger besuchten Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ), dann Finanzminister Hartwig Löger und die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP), Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ). Auch das Europaparlament in Brüssel bekam Besuch von Sternsingern aus ganz Europa. 

Die Sternsinger verbanden ihre Besuche bei Spitzenpolitikern auch mit eindeutigen Appellen. „Zeigen Sie Mut, wagen Sie eine Politik der Menschlichkeit und unterstützen Sie den Aktionsplan der nachhaltigen Entwicklungsziele“, hieß es bei Bundeskanzler Kurz. Bei Bundespräsident Van der Bellen bedankten sich die Sternsinger für dessen aktives Engagement in der Klimapolitik. Und an Nationalratspräsident Sobotka erging die Bitte, das Parlament solle den - auch durch Klimaveränderungen bedingten - gesellschaftlichen Wandel ökologisch und sozial verträglich gestalten.

Das Endergebnis der Sternsingeraktion 2019, die Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstütze, werde Ende März feststehen. Wer die Sternsinger versäumt habe oder noch etwas spenden will, könne dies online auf www.sternsingen.at tun.

Foto: In Saalfelden-Kehlbach waren die Sternsinger und ihre Begleiterinnen mit ihren Rodeln besonders flott unterwegs. Im Bild v. l.: Judith, Laura und Manuel Portenkirchner und Lorenz Mitteregger sowie Waltraud Portenkirchner (mit Klein-Andreas am Arm) und Barbara Thöny.

Foto: RB/Alois Eder

Weitere Sternsingerfotos auf www.rupertusblatt.at

 

 

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