Theologische Fakultät setzt verstärkt auf Frauen

 

Drei der vier neu besetzten Professuren gingen an Frauen. Feierliche Eröffnung des Studienjahres am 6. Oktober mit Erzbischof Lackner.

 

Salzburg, 3.10.2015 (KAP) Die Salzburger Theologische Fakultät setzt in Lehre und Forschung verstärkt auf Frauen. Drei der vier neu besetzten Professuren gingen an Theologinnen. "Die Neubesetzungen sind ein kräftiges Lebenszeichen universitärer Theologie in einer gerade heute bewegten Zeit", kommentierte Dekan Prof. Dietmar Winkler die Personalentscheidungen in einer Aussendung. Seit dem Wintersemester 2015/2016 verstärken die drei Frauen und ein Mann die Institute Altes Testament, Religionswissenschaft, Moraltheologie und Liturgiewissenschaften.

Feierlich eröffnet wird das Studienjahr an der Theologischen Fakultät am Mittwoch, 6. Oktober, mit einer ganztägigen Festveranstaltung. Den Auftakt macht ein Gottesdienst um 9 Uhr im Sacellum, dem Erzbischof Franz Lackner vorstehen wird. Im Anschluss daran werden die drei neuen Professorinnen und der neue Professor an der Theologischen Fakultät (Universitätsplatz 1) vorgestellt.

Am Nachmittag diskutieren ab 15 Uhr die Neutestamentlerin Marlis Gielen, der Dogmatiker Hans-Joachim Sander und Dominik Elmer vom Projekt "Armut teilen" zum Thema "Wäre ich Papst/Päpstin für einen Tag... Visionen für eine Kirche von heute". Um 18 Uhr wird schließlich der Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie und interreligiösen Dialog and Eneida Jacobsen (Sao Leopoldo/Brasilien) vergeben.

Die österreichische Theologin Angelika Walser forscht und lehrt ab sofort am Institut für Moraltheologie. Ihr besonderes Interesse gilt Grenzfragen in der Bioethik, den Gender Studies sowie der interreligiösen Ethik. Alexander Zerfaß wechselte von der Universität Mainz nach Salzburg. Er ist neuer Professor für Liurgiewissenschaft und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Kirchenlied- und Gesangbuchforschung sowie der liturgischen Bibelrezeption und der Tagzeitenliturgie.

Die aus Belgien stammende Altestamentlerin Kristin de Troyer lehrt und forscht künftig am Institut für Altes Testament und Bibelwissenschaften. De Troyer ist Spezialistin für die Septuaginta, die griechische Übersetzung der Bibel. Anne Koch, neue Professorin für Religionswissenschaften, lehrte bisher an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft der LMU München. Ihr Hauptinteresse ist die kulturwissenschaftliche Erforschung von neuen Praktiken und von Normativität in Gegenwartsgesellschaften.

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