Theotag: Jugendliche erlebten Vielfalt der Kirche

 

Mehr als 300 Jugendliche aus Salzburger Abschlussklassen informierten sich in St. Virgil über die Ausbildungs- und Arbeitsangebote der Kirche

 

SALZBURG (eds-7. 2. 2019) / „Jugendliche sind die VIPs der Kirche. Ihr seid nicht die Zukunft, sondern das Jetzt.“ Mit diesen Worten von Papst Franziskus begrüßten die Organisatoren die mehr als 300 Jugendlichen, die heute zum Theotag nach St. Virgil gekommen waren. „Wer weiß, was er im Leben will, hat einen Schatz gefunden. Allen anderen möchten wir heute dabei helfen, diesen Schatz zu finden“, betonte Weihbischof Hansjörg Hofer in seiner Begrüßung.

Warum sollte bei 50 Studienrichtungen allein in Salzburg Theologie das richtige Studium sein? Gefängnisseelsorgerin Sophia Kremser erinnert sich gerne an ihr Theologiestudium zurück: Neben Geschichte und Philosophie hatte auch Kirchenkritisches Platz, Gesellschaftspolitisches in ihrem Doktorat zu Migrationsprozessen. „Heiße Eisen“ wurden auch in einem Workshop diskutiert: Was die Jugendlichen umtreibt – etwa von ihrem Platz in der Kirche sowie jenem von Frauen und Homosexuellen –, schrieben sie für Erzbischof Franz Lackner nieder. In weiteren Workshops und an den Informationsständen kamen die Jugendlichen über christliche Lebensformen ins Gespräch – neben dem Priestertum und dem Ordensleben auch die Ehe –, sie konnten meditieren und sich kreativ ausprobieren. Von ihrem Freiwilligeneinsatz bei den Steyler Missionsschwestern in Bolivien erzählte Hannah Rabl: Auch wenn es zu ihrem Studium der Chemie keinen direkten Bezug gebe, habe es ihr Bewusstsein und ihre Fähigkeit über den Tellerrand hinauszublicken geschärft.

Besonders gut kamen die beiden einstündigen Schnuppervorlesungen an. Kristin De Troyer referierte zum Thema „Leid warum?“. Martin Dürnberger, der vergangenes Jahr mit dem Staatspreis für exzellente Lehre ausgezeichnet worden ist, zu Gott in der Populärkultur. „Auch beim Feiern wird man auf Fragen des Lebens zurückgeworfen“, zeigte er anhand von Texten diverser Deutschrapper auf. Die Jugendlichen regte das zum Nachdenken an. „Es war ganz anders als erwartet, da war viel Bezug zu unserer Lebensrealität da“, meinten Tobias Kohlmayr und Marco Kerezovic aus dem Privatgymnasium St. Rupert in Bischofshofen.

Die katholische Kirche ist nicht nur einer der größten Arbeitgeber im Land, sie ist zugleich einer der vielfältigsten. In Salzburg und dem Tiroler Unterland bietet die katholische Kirche 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Pfarren und Einrichtungen der Erzdiözese Arbeit, weiteren 700 in der Caritas und 800 im Religionsunterricht.

Foto1: Spontan entstanden: die „Band for Jesus“.

Foto2: „Ehrengast“ Papst Franziskus mit Weihbischof Hansjörg Hofer und Martina Sinzinger mit ihrer Klasse aus der Caritas-Schule.

Fotos: Erzdiözese Salzburg

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