Tragende Kräfte in Pfarren: Ehrenamtliche erhielten Rupert- und Virgilorden

 

Erzbischof Franz Lackner dankte herzlich und zeichnete Frauen und Männer aus den Pfarren aus

 

SALZBURG (eds-10. 12. 2019) / Sie sind in Pfarrgemeinde- oder Pfarrkirchenräten aktiv, singen im Kirchenchor, übernehmen notwendige Handgriffe – und leisten damit unzählige Stunden ehrenamtliche Arbeit: Erzbischof Franz Lackner zeichnete heute Nachmittag im Kardinal-Schwarzenberg-Haus in Salzburg 25 Frauen und Männer mit dem Rupert- und Virgil-Orden in Silber aus.

„Sie haben diese Auszeichnung verdient, weil Sie ein stabiles Element in unserer Kirche sind“, sagte der Erzbischof den einsatzfreudigen Freiwilligen aus den Pfarren. Diese seien „Missionare unserer Zeit“ und „dafür kann man nur von Herzen danken“.

Elisabeth Kandler-Mayr, Ordinariats-Kanzlerin der Erzdiözese, verglich in ihrer Laudatio die Fähigkeiten und das Wissen der Frauen und Männer mit den Talenten der Patrone. Das sind die Heiligen Erentrudis, Rupert und Virgil. Kandler-Mayr: „Nicht für materiellen Lohn geben Sie Zeit und Können. Dadurch sind Sie animierend für andere und leben vor, liebenswürdig und engagiert zu sein.“ Die „Ausgezeichneten“ beschrieb sie außerdem als Vorbilder im Ehrenamt aus dem Glauben heraus. Sie lobte sie als große Beispiele, die dort tätig seien, wo die Pfarre und ihre Menschen Hilfe brauchen.

Die Verdienstorden der Heiligen Rupert und Virgil


1984, zum 1200 Todestag des Heiligen Virgil, rief der damalige Erzbischof Karl Bern den Verdienstorden der Heiligen Rupert und Virgil ins Leben; somit ist dieser dem Landespatron von Salzburg und dem Patron der Erzdiözese gewidmet. Der Orden ist in vier Stufen gegliedert: Das Ehrenzeichen in Silber wird für Verdienste im Bereich der Pfarre verliehen, das Ehrenzeichen in Gold für Verdienste im überpfarrlichen Bereich, das Große Ehrenzeichen in Gold für Verdienste im diözesanen und überdiözesanen Bereich und das Große Ehrenzeichen in Gold mit Stern für außerordentliche Verdienste im diözesanen und überdiözesanen Bereich. Die Vorschläge zur Verleihung werden von den kirchlichen Gremien, den Gliederungen der Katholischen Aktion bzw. den kirchlichen Behörden und Institutionen gestellt. Die Entscheidung über die Vergabe trifft der Salzburger Erzbischof mit dem Konsistorium.

Das sind die „Ausgezeichneten“:


In der Tiroler Pfarre Itter ist Johann Astner seit 2007 Obmann des Pfarrgemeinderates. Im Pfarrkirchenrat ist er Mitglied, auch als Kommunionhelfer, Lektor und „Mesner-Aushilfe“ bringt er sich ein. Zudem erledigt er Hausmeister-Arbeiten für Pfarrhof und Kirche.

Erna Bermadinger aus der Pfarre Salzburg-Itzling ist eine „tragende Säule“ im Pfarrleben. Ihr Netzwerk aus einer früheren politischen Tätigkeit nutzt sie zum Wohle der Gemeinde. Sie ist die zweite Periode im Pfarrgemeinderat, organisiert Feste und ist im sozialen Bereich aktiv, ebenso als Wortgottesdienstleiterin, Kommunionhelferin und im Liturgiekreis.

Stefan Bittersam ist in seiner Pfarre Filzmoos seit 2007 als Pfarrkirchenrats-Obmann tätig. Die Kirchenrenovierung 2018 hat er umsichtig vorbereitet, loben Pfarrer und Pfarrgemeinderat.

Seit 1992 ist Sebastian Engel im Pfarrkirchenrat seiner Pfarre St. Ulrich am Pillersee in Tirol, seit 2002 steht er ihm als Obmann vor. Verhandlungen, Schriftverkehr mit Behörden, Lukrierung von finanziellen Zuschüssen – all das gehört zu seinen „Spezialgebieten“. Er hilft auch als Mesner und als Caritas-Haussammler.

In der Pfarre Aurach in Tirol ist Michael Foidl in der dritten Periode im Pfarrkirchenrat. Er setzt sich bei der Innen- und Außenrenovierung der Kirche ebenso ein wie bei der Restaurierung der Orgel.

Matthias Hemetsberger aus der Pfarre Seeham ist Zeit seines Lebens in der Kirche aktiv, auch als langjähriger Bürgermeister der Gemeinde. Die Pfarrgemeinde prägte er im Kirchenchor und als Kantor, ebenso als Mitglied im Pfarrgemeinderat.

Ebenfalls in der Pfarre Seeham hat sich Walburga Hemetsberger engagiert: Sie leitet seit 1988 den Kirchenchor und singt seit 2001 im Domchor in Salzburg. Im sozialen Bereich ist sie ebenfalls aktiv, von der Kirchenreinigung bis zu pastoralen Projekten ist sie dabei.

Werner Höck ist aktuell in der vierten Periode im Pfarrgemeinderat der Pfarre Seeham vertreten. Er leitet den Sozialkreis und ist auch in vielen anderen Bereichen tätig.

In der Pfarre Radstadt ist Edgarda Künßberg im Pfarrgemeinderat gewesen; sie ist Lektorin und Kommunionhelferin „der ersten Stunde“, wie es in der Begründung der Pfarre heißt. Sie rief auch die Kräuterweihe dort ins Leben.

Ebenfalls in der Pfarre Radstadt ist Hermine Laubichler als Wortgottesdienst-Leiterin seit 1998 tätig. Pfarrgemeinderats-Obfrau war sie von 2002 bis 2007; nun hilft sie im Wohnviertel, beim Flohmarkt, bei der Kommunion, als Lektorin, Sternsinger- oder Firmbegleiterin.

Wolfgang Moosgassner ist in seiner Pfarre St. Gilgen Leiter des Kirchenchors. Bei der Organisation von Sonntagsgottesdiensten hilft er ebenso mit wie bei Begräbnissen.

Als Mesner unterstützt Johann Neuschwendter – ebenso wie schon sein Vater – die Pfarre Hopfgarten in Tirol. Andere Menschen zu unterstützen ist für ihn eine Selbstverständlichkeit, heißt es aus der Pfarrgemeinde.

Karl Pepper aus der Pfarre Salzburg-Itzling war erst Ministrant, dann Jungscharleiter, später sang er im Kirchenchor. Seine Erfahrungen aus anderen Pfarren setzte er später in Itzling ein, 28 Jahre lang leitete er bis 2019 dort den Kirchenchor.  Er rief das Adventsingen ins Leben und war auch Mesner.

Johann Pletzer aus der Pfarre Aurach in Tirol ist seit 1989 Mesner. Zur Freude aller Kirchenbesucher erledigt er laut Pfarre all seine Aufgaben sehr gewissenhaft.

In der Pfarre Radstadt ist Peter Posch verdientes Pfarrgemeinderats-Mitglied in den Ausschüssen Liturgie, Ökumene und Soziales. Er ist Lektor und Kommunionhelfer, Wortgottesdienst-Leiter, Begleiter vor der Firmung und der Sternsinger.

Maria Rabl aus der Tiroler Pfarre Itter war 20 Jahre lang im Pfarrgemeinderat, davon eine Periode lang als Obfrau. Sie ist Caritassammlerin, Lektorin, Kommunionhelferin, erledigt die Kirchenwäsche und macht Haus- sowie Krankenbesuche.

In der Pfarre Salzburg-Itzling ist Karl Reitbauer Motor der Pfarr-Homepage. Kirchliche Feiern begleitet er als Fotograf, außerdem hält er die Pfarrchronik aktuell. Er war im Pfarrgemeinderat und hilft immer noch aus, wenn eine helfende Hand gebraucht wird.

Walburga Santner aus der Pfarre Köstendorf ist seit 1994 Mesnerin in der Filialkirche Tödtleinsdorf. Sie verwaltet, reinigt und umsorgt das Gotteshaus.

Seit 1964 ist Josef Schachner im Pfarrgemeinderat der Pfarre Radstadt aktiv. Von 1987 bis 1997 stand er ihm als Obmann vor. Er ist Arbeitskreisleiter, Wohnviertelhelfer und gründete die Sternsingeraktion in Radtstadt.

Anna Schipflinger aus der Tiroler Pfarre Itter war 20 Jahre lang im Pfarrgemeinderat aktiv. Sie ist Mitbegründerin des Frauentreffs Itter, leitete den Liturgieausschuss, war im Pfarrkirchenrat und gehört heute zum Blumenschmuck-Team sowie nach wie vor zum Pfarrkirchenrat.

Erst selbst Ministrant, dann für die „Minis“ zuständig war Franz Schneckenleithner in der Pfarre Salzburg-Taxham. Seit 1981 ist er im Pfarrkirchenrat, er betreut das Finanzwesen und ist etwa auch Leiter von Wortgottesdiensten.

Seit 50 Jahren hilft Franz Steiner in der Pfarre Radstadt mit – etwa als Pfarrgemeinderat seit 1977, als Caritas-Sammler oder Sternsinger-Begleiter. Seit 2008 ist er Mesner und „immer für die Pfarre da“, heißt es von dort.

In der Pfarre Golling ist Gerlinde Strubreiter fixer Bestandteil des kirchlichen Lebens. Sie ist in verschiedenen Funktionen im Pfarrgemeinderat tätig, seit 2010 als stv. Leiterin. Sie singt im Kirchenchor, leitet Wortgottesfeiern, betreut die Sternsinger und sammelt für die Caritas.

Im Katholischen Bildungswerk der Pfarre Radstadt ist Franz Weissensteiner seit langen Jahren tätig. Außerdem ist er Lektor, Kommunionhelfer und leitet Wortgottesdienste.

Maria Wieser bereichert das Leben in ihrer Pfarre Golling seit vielen Jahren, etwa im Pfarrgemeinderat als Wortgottesfeier-Leiterin oder bei der Katholischen Frauenbewegung. Sie setzt sich sozial ein, auch für Flüchtlinge ist sie aktiv.
 
 

Foto: Erzbischof Franz Lackner überreichte Ehrenamtlichen aus den Pfarren ihre Rupert- und Virgilorden und sagte „Vergelt’s Gott“ für das hohe und teils jahrzehntelange Engagement.

Foto: Hermine Laubichler aus der Pfarre Radstadt trägt nun den Rupert- und Virgilorden. Erzbischof Lackner steckte ihn ihr an, Kanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr (r.) gratulierte.

Fotos: Erzdiözese Salzburg (eds)

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