Trauer um Architekt Wilhelm Holzbauer

 

Requiem am 29. Juni um 15 Uhr in der Kollegienkirche

 

SALZBURG (eds /st.virgil-24. 6. 2019) / Der international bedeutende Architekt Wilhelm Holzbauer ist am 15. Juni verstorben. Die kirchliche Trauerfeier für den gebürtigen Salzburger findet am Samstag, 29. Juni um 15 Uhr in der Kollegienkirche am Salzburger Universitätsplatz statt. Ab 12 Uhr ist es möglich, sich dort in ein Kondolenzbuch einzutragen. 

Der Liturgie des Trauergottesdienstes werden der Rektor von St. Virgil, Michael Max, und sein Vorgänger sowie langjähriger Wegbegleiter Holzbauers, Prälat Hans-Walter Vavrovsky, vorstehen. Stiftsmusik und Stiftschor St. Peter werden das Schrattenbach-Requiem von Michael Haydn intonieren. Hier finden Sie die Parte.

Modernen Kirchenbau in der Erzdiözese Salzburg geprägt

Wilhelm Holzbauer hat im modernen Kirchenbau der Erzdiözese Salzburg nach dem Krieg Qualität und Mut vorgegeben.
Als Abgänger der Meisterklasse des großen Kirchenbauers Clemens Holzmeister gründete er 1950 mit Kurrent, Leitner und Spalt die legendäre Arbeitsgruppe 4. Schon deren erster Auftrag war ein großer Wurf: 1953 bis 1956 nahm der Bau der Pfarrkirche Parsch vieles der liturgischen Erneuerung durch das Zweite Vatikanische Konzil vorweg. In den 1970er-Jahren folgten in der alleinigen Verantwortung Holzbauers die Pfarrkirche in St. Vitalis und das Kolleg der Missionare vom Kostbaren Blut, St. Josef, in Aigen.

St. Virgil Salzburg – lebendige Architektur

Als herausragendes Werk Wilhelm Holzbauers in der kirchlichen Landschaft Salzburgs gilt das Bildungshaus St. Virgil Salzburg, das 1976 fertiggestellt wurde.
Holzbauers Markenzeichen, ein komplexes Raumprogramm zu einem kompakten Bauwerk zu formen, ist in St. Virgil besonders sichtbar. Es galt viele unterschiedliche Aufgaben abzudecken: Zimmer, Räume der Begegnung, eine Kapelle, Lern- und Konferenzräume, Ateliers, Foyers und Übergänge, eine Bibliothek, ein Mediationsraum sowie Speisesaal und Café.
Entscheidend war dabei auch die intensive Zusammenarbeit Holzbauers mit anderen bildenden Künstlern wie Josef Mikl, Josef Zenzmaier und Peter Pongratz.

In den mehr als 40 Jahren haben sich die Anforderungen an St. Virgil verändert. Wilhelm Holzbauer hat die entscheidenden Schritte der Entwicklung während dieser Zeit immer begleitet. Materialien, Proportionen und Funktionalität wurden jeweils an das aktuelle Leben im Haus angepasst und weiterentwickelt. So bleibt St. Virgil Salzburg bis heute lebendige Architektur, die nicht nur funktioniert, sondern auch von dem erzählt, was Inspiration und Auftrag ist. Nämlich ein Ort der Unterbrechung und der Begegnung zu sein. Ein Ort, der Menschen ermöglicht, mit sich und der Welt in Dialog zu treten.

Foto 1: Wilhelm Holzbauer 

Foto 2: Ein Werk des Architekten Wilhelm Holzbauer ist beispielsweise das 1976 fertiggestellte Bildungshaus St. Virgil in Salzburg-Aigen.

Fotos: privat/St. Virgil

 

 

 

 

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