Trauerräume, Ausstellung und Letzte Hilfe-Kurs

 

Kirchliche Angebote zum Trauern und zum Umgang mit dem Sterben

 

SALZBURG/WÖRGL (eds / 23. 10. 2018) / Die Erzdiözese Salzburg bietet heuer wieder rund um Allerheiligen und Allerseelen in mehreren Kirchen Trauerräume an. Diese sind geöffnet für Menschen, die einen Verlust zu betrauern haben: Sie haben einen Menschen verloren, sie beenden einen Lebensabschnitt oder eine Beziehung, oder sie vermissen ein Tier.

An folgenden Orten gibt es vom Mittwoch, 31. Oktober, bis Freitag, 2. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr offene Trauerräume, die zur stillen Einkehr oder zum Gebet einladen:

- Margarethenkapelle im Friedhof St. Peter/Salzburg (bereits ab 27. 10.)

- Pfarrkirche Anthering

- Pfarre Maxglan, kleine Kirche

- Salvatorkirche in der Christian Doppler-Klinik, Salzburg

- Pfarrkirche Lamprechtshausen (vom 28. Oktober bis 4. November) 

Ausstellung in der Friedhofskapelle Saalfelden

Noch bis Sonntag, 4. November, findet täglich von 9 bis 18 Uhr in der Friedhofskapelle im alten Stadtfriedhof Saalfelden die Ausstellung „Der Seele Licht schenken“ statt, bei der Kunstwerke von Georg Schreder und florale Schmuckformen von Michael Lageder zu sehen sind.

Verlust und Trauer in Poesie und Musik

In der Margarethenkapelle im Friedhof St. Peter in Salzburg findet unter dem Thema „Nachgedacht“ am Freitag, 2. November, um 17 Uhr, ein Abend mit Poesie und Musik statt.

Letzte Hilfe-Kurs: Wie umgehen mit schwerer Krankheit und Sterben?

Im Tagungshaus Wörgl findet ein „Letzte Hilfe-Kurs“ statt. Er befasst sich mit den Wünschen, Problemen und Bedürfnissen von Menschen in deren letzter Lebensphase. Neben Basiswissen, Orientierung und einfachen Handgriffen ermöglicht der Kurs einen Austausch über das Thema. Termin: Freitag, 16. November, 15 bis 19 Uhr, Tagungshaus, Brixentaler Straße 5, 6300 Wörgl, freier Eintritt dank Kooperation mit der Tiroler Hospizgemeinschaft. Anmeldung unter Tel. 0676 881889.

Foto: Pfarrer Rupert Reindl, Maria Kreiseder und Elisabeth Fersterer mit Dominik Elmer vom Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg vor der Pfarrkirche Lamprechtshausen. Foto: Pfarre Lamprechtshausen.

Informationen: Mag. Dominik Elmer, dominik.elmer@seelsorge.kirchen.net; Tel. 0676 8746 2087.

 

„Zuhören und da sein“

Allerseelen. Das Gedenken an verstorbene Angehörige kann alte Wunden wieder aufreißen. Betroffene fragen sich dann: „Wohin mit meiner Trauer?“ Die MitarbeiterInnen der Telefonseelsorge hören Betroffenen zu und sind Tag und Nacht für sie da. Im November feiert der telefonische Notdienst in Salzburg 40-jähriges Bestehen.

„Gerade im ersten Trauerjahr sind die Tage rund um Allerheiligen für Angehörige besonders schmerzvoll“, weiß Gudrun Köck, Mitarbeiterin in der Telefonseelsorge Salzburg. Beim ökumenischen Telefonnotdienst sind Einsamkeit und Trauer Themen, die AnruferInnen besonders beschäftigen.   

„Jeder Mensch trauert anders“

Auch das Ende einer Lebensphase könne betrauert werden und sei bei den Telefonaten in der Telefonseelsorge immer wieder Thema: Eine Scheidung, das eigene Altern oder die Kinder, die das Haus verlassen – Trauer, so Köck, betreffe jede Situation, die unwiederbringlich vorbei und verloren ist. „Bei zehn Prozent unserer Anrufer wird Trauer explizit angesprochen. Bei etwa 40 Prozent kommt die Trauer erst später als ein zentrales Thema zum Vorschein und ist mit anderen Lebensbereichen verwoben“, erzählt die diplomierte Lebens- und Sozialberaterin aus ihrer vierzehnjährigen Erfahrung. Wie Menschen traumatische Verlust-Erfahrungen verarbeiten, ist unterschiedlich, so Köck: „Manche Menschen reden viel, andere ziehen sich zurück, wieder andere stürzen sich in die Arbeit oder verdrängen“, berichtet die Mondseerin. 

Wichtig in der Arbeit der Telefonseelsorge sei es, diesen unterschiedlichen Formen des Trauerns Raum zu geben. „Wir müssen zuhören, mitfühlen und da sein“, ist Köck überzeugt. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar – das mache das Angebot des anonymen Telefonnotdienstes besonders niederschwellig, sagt die Expertin. Trauernden rät sie: „Alles zulassen, Gefühlen nachgeben und sich nicht den Normen und Erwartungen unterordnen.“ 

 

Sie brauchen Beratung, Unterstützung, Hilfe?

Sie wollen über einen Verlust, über Trauer, Probleme reden?

Notruf Telefonseelsorge: 142

E-Mail-  und Chatberatung: www.ts142.at

Kids-line: 0800 234 123

Chatberatung: www.kids-line.at

 

 

 

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