#trotzdemnah: Erzdiözese Salzburg startet Corona-Sorgen-Telefon unter 0800/500 191

 

30 Seelsorgerinnen und Seelsorger hören einsamen Menschen von 7 bis 23 Uhr zu

 

SALZBURG (eds-19. 3. 2020) / „Grüß Gott, hier ist das Seelsorge-Telefon!“ Mit diesen Worten melden sich ab sofort Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem christlichen Salzburg an ihren Handys – römisch-katholische sowie evangelische.

Der Gesprächsbedarf ist in Zeiten des Coronavirus stark angestiegen. Was einsame oder besorgte Menschen in der derzeitigen Ausnahmesituation unterstützt? „Sachliche Informationen, etwa über Schutzmaßnahmen – das kann Ängste verkleinern oder sogar lösen“, sagt Hermann Signitzer vom Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg. Er koordiniert das Corona-Sorgen-Telefon.

Zuhören, den Druck nehmen, über verschiedene Quellen der Kraft sprechen: Das können Inhalte eines Anrufs bei der 0800/500 191 sein. Dazu haben die Expertinnen und Experten, die zu Hause an ihren Mobiltelefonen sitzen, Tipps für Einkaufshilfe parat; sie wissen auch, was Caritas und Diakonie anbieten, welche Telefonnummern weiterhelfen können und welche Internetseiten.

Zuhören – und ein starkes Netzwerk anbieten

Zu den Aufgaben des Teams gehört, sich über die neuesten Entwicklungen durch die Nachrichten zu informieren. Die Vorgaben der österreichischen Bundesregierung haben die Frauen und Männer bei ihren Gesprächen stets im Hinterkopf.
Dazu liefern sie Tipps und Informationen für – beinahe – jede Situation. Ein paar Beispiele: Menschen, die um ihre Arbeit fürchten, vernetzen die Telefonseelsorger mit der Betriebsseelsorge der Erzdiözese Salzburg; für werdende Eltern und Familien gibt es die Aktion Leben; wer Gottesdienste vermisst, findet auf www.trotzdemnah.at Angebote aus der Erzdiözese und dem ganzen Land.

Große Anzahl soll Team schützen

„Mit den vielen Frauen und Männern, die sich für diese Aufgabe gemeldet haben, wollen wir sicherstellen, dass nicht alle andauernd telefonieren, sondern auch Erholungsphasen haben“, sagt Hermann Signitzer. Nach besonders belastenden Telefonaten gibt es für die Seelsorger die Möglichkeit zu Entlastungsgesprächen, die wiederum ihnen guttun.
Sollte das Bedürfnis zum Reden in Salzburg noch höher sein als erwartet, sei man gerüstet, erklärt Signitzer.

Telefonseelsorge leistet weiter ihre wertvolle Arbeit

Indes führen die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 sowie die kids-line (www.kids-line.at) ihren Dienst wie gewohnt weiter. Die Anrufe haben bereits zugenommen, berichtet Leiter Gerhard Darmann. Die rund 150 Expertinnen und Experten telefonieren von zu Hause aus und beraten via E-Mail und Chat. Die Einrichtung des Corona-Sorgen-Telefons begrüßt Darmann: „Wir unterstützen uns gegenseitig, auch wenn das Sorgen-Telefon und die Telefonseelsorge getrennt laufen.“


Foto: Hermann Signitzer koordiniert im Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg das Corona-Sorgen-Telefon

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