„Vatikan-Damen“ gewinnen

 

Im Damenfinale der Integrationsfußball WM holt sich die Mannschaft „Vatikan“ den begehrten Titel.

 

SALZBURG (eds – 19. 6. 2017) / Zum zwölften Mal fand am vergangenen Wochenende die Casinos Austria Integrationsfußball WM in Salzburg statt, bei der bundesweit rund 2.000 Hobbyfußballer quasi als Nationalspieler ihres Heimatlandes antraten. Die Erzdiözese Salzburg unterstützt dieses Integrationsprojekt, das von der UEFA als „Bestes Breitensportprojekt Europas“ nominiert und im Jahr 2011 mit dem Österreichischen Integrations-Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Am Beginn des Turniers stand auch heuer wieder die religionsverbindende Andacht, deren Organisation Matthias Hohla, diözesaner Referent für den Dialog der Religionen, übernahm.

Bereits zum fünften Mal gewann heuer Bosnien-Herzegowina die Integrationsfußball WM in Salzburg, dieses Mal im Penaltyschießen gegen Mazedonien. Dritter wurde das Team Österreich, Vierter die Türkei. Bei den Damen holte sich die Mannschaft „Vatikan“ den Weltmeistertitel. Die Religionspädagoginnen gewannen gegen „Kosovo“ mit 4:0. 

Anstoß mit Marko Feingold

Integrations- und Diversitäts-Staatssekretärin Muna Duzdar hat beim Ehrenanstoß zur Casinos Austria Integrationsfußball WM in Salzburg dem Geburtstagskind, Hofrat Marko Feingold, ein besonderes Geschenk überreicht: ein rot-weiß-rotes Leiberl mit der Nummer 104. 48 Fußballteams, darunter auch viele muslimische, haben für den Einhundertvierjährigen ein „Happy Birthday“-Ständchen gesungen. Der KZ-Überlebende und Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Feingold ist mit diesem Ankick der wahrscheinlich älteste Teilnehmer weltweit bei einem Fußballturnier. Feingold sagt in bemerkenswerter Frische: „Es ist schön zu sehen, dass so viele junge Leute friedlich im Sport verbunden sind. Auch aus verschiedenen Religionen“.

Seit 2006 eine Erfolgsgeschichte

Die Casinos Austria Integrationsfussball WM wird seit 2006 in mittlerweile fünf Städten gespielt. „Damals, 2006“, sagt der Gründer und Präsident des Vereins Sport spricht alle Sprachen, Erwin Himmelbauer, „war das Wort Integration kein solcher Begriff wie heute, da hat sich viel getan. Und aus der Idee, dass der griechische Gastgarten einmal gegen das Irish Pub gegenüber, statt nur über Fußball zu reden, auch ein Ländermatch in der Nachbarschaft spielen könnte, daraus sind mittlerweile mehrere Tausend Integrations-Derbys geworden.“ Probleme zwischen den Länderteams gibt es dabei keine.

 

Bild: 48 Teams gingen auch heuer wieder an den Start.

Foto: ssas

 

 

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