Verdientes Danke

 

Hohe Tiroler Landesorden für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Erzdiözese Salzburg: Anna Anker, Dorothea Gruber, Eva Oberhauser und Andreas Oblasser 

 

INNSBRUCK (eds-31. 8. 2019) / Es ist Tradition, dass Tirol und Südtirol am Hohen Frauentag besonders engagierte Menschen in den Mittelpunkt rücken. Die Gesellschaft lebt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Das sind Menschen, die ihre Zeit und Talente mit anderen teilen, die sich kümmern und hinschauen, die mitanpacken und sich einsetzen. Sie sind Vorbilder, weil sie sich verantwortlich fühlen für das Miteinander in Gesellschaft und Kirche, in den Vereinen und Hilfsorganisationen. Zwei solcher Frauen sind die beiden Ausgezeichneten aus den Reihen der Katholischen Frauenbewegung: Anna Anker, Regionalleiterin in Kufstein sowie die ehemalige Regionalleiterin in Wörgl und Umgebung, Dorothea Gruber.  Ihnen verlieh Landeshauptmann Günther Platter die Verdienstmedaille des Landes Tirols.

Auszeichnung für Andreas Oblasser – Leiter der Kirchenbeitragstelle Kufstein und Wörgl 

Ebenfalls mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet wurde der Leiter der Kirchenbeitragsstelle Kufstein und Wörgl, Andreas Oblasser. Er erhielt das Verdienstzeichen für sein ehrenamtliches Engagement – Oblasser ist Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter und bei der Feuerwehr Reith im Alpbachtal.

Verdienstkreuz des Landes Tirol für kfb-frau Eva Oberhauser

Über das Verdienstkreuz des Landes Tirol freut sich die stellvertretende Vorsitzende der kfb Österreich, Eva Oberhauser. Die Ehrung ist vor allem die Würdigung ihres Einsatzes in der Katholischen Frauenbewegung, der sie seit 25 Jahren angehört, seit 2005 als  Bildungsreferentin für Entwicklungspolitik bei der Aktion Familienfasttag. Seit 18 Jahren organisiert die studierte Gerontopädagogin das Benefizsuppenessen beim Stanglwirt in Going sowie in Kitzbühel. Oberhauser hat weiters lange beim Frauentreff in Kitzbühel mitgearbeitet und das interkulturelle Frauenkaffee initiiert, das sie bis 2017 mitorganisierte.  Für Eva Oberhauser, die als 32-jährige Mutter einer kleinen Tochter ihren Mann bei einem Bergunfall verloren hat, war und ist das ehrenamtliche Engagement immer auch Kraftquelle. Dabei seien ihr die „Frauen an der Basis, vom Neusiedlersee bis zum Bodensee“ das größte Anliegen, die Begegnung  mit ihnen „auf Augenhöhe“.

„Als Dirndl vom Tiroler Unterland in den 60er-Jahren hätt ich nie gedacht, einmal zu studieren – dass es anders gekommen ist, daran ist der Kreisky schuld“, erklärt Oberhauser mit Blick auf die sozial ausgleichende Bildungsoffensive in der Kreisky-Ära. Sie selbst hat die Studienberechtigungsprüfung auf dem zweiten Bildungsweg erlangt. Heute arbeitet die 69-Jährige als Alterspädagogin mit dementen Menschen, ihr Schwerpunkt liegt auf der Biographiearbeit: „Zu sehen, wie der Mensch im hohen Alter in Abhängigkeit gerät, macht einen demütig“, erklärt sie. Und Demut hat sie auch die Berührung mit Frauen im globalen Süden gelehrt, insbesondere eine Studienreise der Aktion Familienfasttag der kfb im Jahr 2009 nach Indien: „Da habe ich gelernt, was die Gnade der Geburt bedeutet“.

Foto1: Anna Anker (2. v. r.) und Dorothea Gruber. Beide erhielten die Tiroler Verdienstmedaille und Dankesworte der Landeshauptleute Günther Platter (Tirol) und Arno Kompatscher (r., Südtirol).

Foto2: Eva Oberhauser mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol.

Foto3: Andreas Oblasser freut sich über die Auszeichnung. 

Fotos: eds/T. Zawadil/privat

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