Wenn Köchinnen & Köche feiern

 

32. Laurentiusfest: Die neue Fahnenmutter Bettina Forbes wurde in ihr „Amt“ eingeführt

 

 

 

SALZBURG (eds-13.8.2018) / Reges Treiben, fröhliches Stimmengewirr, Blasmusikklänge und ein Bild für die Sinne. Etwa 130 Köchinnen und Köche aus allen Bundesländern versammelten sich in Berufsbekleidung – besonders augenfällig waren die halbmeterhohen Kochmützen die auf den Häuptern thronten – mit ihren Freunden und Verwandten am Alten Markt zu einer ersten Einstimmung. Die Crème de la Crème ihrer Zunft, wie Organisator Hermann Signitzer vom Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg stolz bestätigte. Die Marktmusikkapelle Grödig spielte auf, Kinder, ebenfalls in Kochbekleidung, verteilten bunte Rosen an die vielen Schaulustigen.

Festzug in die Franziskanerkirche

Ein Festzug, allen voran die Grödiger Marktmusiker, geleitete Köchinnen und Köche anschließend in die Franziskanerkirche. Der vergangenes Jahr ins Amt berufene Laurentius-Pfarrer Ernst Wageneder Pfarrer von St. Michael Mondsee, erinnerte in seiner Predigt daran, dass uns Gott einlädt, unser Leben im Wort Jesu Christi zu gestalten. Er rief zu Achtsamkeit in der Arbeit, den Gästen sowie der Umwelt gegenüber auf. „Segnet den Ort, an dem ihr arbeitet mit einem guten Wort, diejenigen mit denen ihr arbeitet und die, für die ihr arbeitet“, sagte Wageneder.

Der Franziskuschor Seekirchen unter der Leitung von Christine Riedl gestaltete den Gottesdienst musikalisch, die neue Fahnenmutter Bettina Forbes, Ehefrau von Alexander Forbes jr., Vizepräsident und Obmann des VKÖ Salzburg, wurde in ihr „Amt“ eingeführt, das Fahnenmutterband gesegnet. Nach dem Gottesdienst zogen alle geschlossen zum Stiegl-Keller, wo für das leibliches Wohl gesorgt war und die Köchinnen und Köche den feierlichen Tag gemeinsam ausklingen lassen konnten.

Märtyrer und Heiliger

Laurentius war Diakon zur Zeit des Papstes Sixtus II. und starb als christlicher Märtyrer am 10. August 258 in Rom. Die Legende erzählt: Laurentius war als Erzdiakon von Rom an der Seite des Papstes für die Verwaltung der Kirchengüter verantwortlich. Er wurde vom Kaiser aufgefordert, die „Schätze“ der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Laurentius versammelte alle Armen und Kranken im Hinterhof seines Hauses und präsentierte sie dem Kaiser als den wahren „Schatz“ der Kirche. Daraufhin brachte dieser Laurentius durch Grillen auf einem eisernen Gitterrost qualvoll zu Tode. Laurentius ist seit alter Zeit Schutzpatron der Köchinnen und Köche, der Bibliothekare, der Bierbrauer und vieler Berufsgruppen, die mit Feuer zu tun haben.

 

Foto 1: Ausgelassene Fröhlichkeit am Alten Markt in Salzburg. Die Köchinnen und Köche haben sichtlich etwas zu feiern.

Foto 2: In der Franziskanerkirche reichten sich Köchinnen und Köche, während sie gemeinsam das Vaterunser sangen, feierlich die Hände.

Fotos: Erzdiözese Salzburg

 

 

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