Wenn Werte lebendig werden

 

Persönliche Schicksale während der ägyptischen Revolution 2011-2014 werden in einer Ausstellung in der theologischen Fakultät der Universität Salzburg thematisiert.

 

SALZBURG (eds/aai 8.4.2016) Die Ausstellung „Wenn Werte lebendig werden“ wurde von SWAP („Share with all People“) initiiert, einem Zusammenschluss von italienischen Studierenden aus Mailand mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit und Migrationshintergrund. „Es geht nicht um Politik, Religion oder Herkunft, es geht um das ‚Mensch sein’ und welche Werte wir leben“, so Yasmin El Habak. Die Ausstellung soll einen Beitrag dazu leisten, dass Vorurteile und Stereotype überwunden werden und den Menschen unabhängig von Herkunft und Religion in den Mittelpunkt stellen.   

Die vier italienischen Studierenden mit ägyptischen Wurzeln sind zur Ausstellungseröffnung nach Salzburg gekommen und brachten den BesucherInnen die einzelnen Schicksale näher. Durch Zeugnisse, Gedichte, Fotographien und Karikaturen erzählt die Ausstellung von Begegnungen, vom Verbindenden trotz Unterschiede, von Öffnung und Dialog, von Erfahrungen gegenseitiger Bereicherung, von Zivilcourage und dem Einsatz für Freiheit und Demokratie. „Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Zivilcourage sind Voraussetzung für ein gesellschaftliches Zusammenleben und werden unabhängig von jeglicher Gruppenzugehörigkeit gelebt,“ so Monica Tawfilas. Die Studierenden sehen ihre italienisch-ägyptische „Doppelidentität“ als große Bereicherung für ihr Leben und wollen Brücken schlagen für mehr Verständnis zwischen Kulturen und Religionen. Es geht um Respekt, Verständnis und um das gesellschaftliche Zusammenleben mit allen Unterschieden.  

Große Begeisterung für die Ausstellung zeigte auch Landesrätin Martina Berthold und betonte die Wichtigkeit von Projekten, die Kulturen und Religionen verbinden. Auf Initiative der Universität und des Afro-Asiatischen Instituts wurde die Ausstellung nach Salzburg geholt um einen Ort der Begegnung zu schaffen, in dem „Werte lebendig werden“ und ein Zusammenleben mit allen Unterschieden gefördert wird. Für das leibliche Wohl sorgte KAMA Salzburg und verköstigte die BesucherInnen mit syrischen und pakistanischen Spezialitäten.  

Die Ausstellung kann noch bis 30.4.2016 an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, Universitätsplatz 1; Foyer 1. Stock besucht werden.  

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung finden unter dem Titel „Arabischer Frühling und wie weiter?!“ in Kooperation mit dem Friedensbüro, Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen sowie Südwind Salzburg statt.    

Foto: AAI Salzburg

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