Wer waren Franziskus und Klara? „Minis“ spürten Heiligen in Assisi neu nach

 

16 Mädchen und zwölf Burschen im Alter von 14 bis 18 Jahren begaben sich von 1. bis 7. September 2019 auf eine besondere Wallfahrt

 

ASSISI (eds-6. 9. 2019) / Gemeinsam mit Harald Mattel, dem Bischofsvikar für die Junge Kirche, und einem Team der Katholischen Jungschar Salzburg (KJS) machten sich die Ministrantinnen und Ministranten aus 18 Pfarren der Erzdiözese auf den Weg nach Assisi. Unterwegs auf den Spuren des hl. Franziskus und der hl. Klara entdeckten sie die mittelalterliche italienische Stadt und besuchten die Orte des Wirkens der beiden Heiligen.

Was der Reihe nach geschah? Nach einer nächtlichen Busfahrt erreichte die Gruppe Assisi und begrüßte den Tag mit einem Morgenlob auf der Rocca Maggiore. Gestärkt mit einem Frühstück erkundeten sie die innere Stadt und besichtigten die Basilica S. Franceso. Dort feierte die Reisegruppe Heilige Messe. Eine beschauliche Wanderung führte die Jugendlichen am Dienstag zunächst zu der Einsiedelei Carceri, wo sie dem Leben des Hl. Francesco, wie er bei den Italienern heißt, und seiner Brüder nachspüren konnten.

Umgeben von dieser Atmosphäre setzten sich die Mädchen und Burschen mit dem Thema „Entscheidungen“ auseinander. „Die Gesprächsrunde war sehr bereichernd, weil wir da über so interessante Themen geredet haben, zum Beispiel über Glaube oder über moralische Entscheidungen“, sind sich Katalin und Emmanuel einig. Eva hat vor allem das Grottensystem in Carceri beeindruckt, weil sie „in diesen Räumen zu absoluter Ruhe kommen konnte, zumindest ganz kurz“. Den Tag beim Wasserfall „Cascata delle Marmore“ und in der mittelalterlichen Stadt Spello erlebte Christina als „voll lustig, weil wir da in der Gruppe zusammengewachsen sind und es war eine gute Erholung zwischendurch“.

Am Donnerstag  besuchten die jungen Leute das Kloster Santa Croce. Die dort lebenden deutschsprachigen Schwestern empfingen die Wallfahrtsgruppe früh morgens zur Messe und luden die Jugendlichen anschließend zum Frühstück und zu einer Gesprächsrunde ein. Ein Highlight in dieser Woche, das alle tief beeindruckte: „Das Gespräch war sehr freundschaftlich, so als würden wir uns schon ewig kennen. Es war der beste Klosterbesuch, den ich je erlebt habe“, erklärte etwa Christina. Katalin sagte: „Auch den Schwestern hat es Spaß gemacht, sie haben ausführlich geantwortet und dadurch haben wir einen richtigen Einblick ins Klosterleben bekommen. Vor allem die persönlichen Erlebnisse, von denen die Schwestern erzählt haben, haben mich sehr interessiert.“ Am Nachmittag stand der Besuch von Portiuncula und der Neustadt von Assisi auf dem Programm.

Ihr letzter Tag in Assisi führte die Wallfahrtsgruppe nach San Damiano und Santa Chiara. Eine abschließende Besinnung und ein letztes italienisches Abendessen bildeten den Ausklang dieser Gemeinschaftswoche, bevor es mit dem Bus zurück nach Salzburg ging. „Mich hat beeindruckt, dass es so engagierte und vom Glauben begeisterte Ministranten und Ministrantinnen in unserer Erzdiözese gibt. Vor allem die tiefgründigen Gespräche der Minis haben mich bewegt“, berichtete Elke Ellinger, Vorsitzende der Katholischen Jungschar Salzburg. Sie war als Betreuerin mit den Jugendlichen in Assisi unterwegs.

„Es war eine schöne Woche, vor allem die Gemeinschaft war richtig gut“, fassten Magdalena und Angelika ihren Eindruck von der Wallfahrt zusammen.

(c) Wolfgang Hammerschmid-Rücker 

 

Fotos: KJS

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