Wie eine kostbare Perle

 

Hochfest Mariä Himmelfahrt – Prozession und Festgottesdienst mit Weihbischof Hofer in Maria Plain

 

SALZBURG (eds – 15. 8. 2018) / „Das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel erinnert uns an unsere Zukunft, an unser endgültiges Ziel, an den Gipfel unseres Lebens. Es sagt nämlich, dass durch Gottes Liebe und Treue zumindest ein Mensch bereits am Ziel ist und dass es ihm dort königlich gut geht“, erklärte  Weihbischof Dr. Hansjörg heute in Maria Plain. Vor dem Festgottesdienst mit dem Weihbischof versammelten sich zahlreiche Gläubige bei der Plainbergbrücke, um gemeinsam zur Wallfahrtsbasilika zu pilgern.

In seiner Predigt betonte der Weihbischof die Zuversicht, die man verspüre, wenn beim Bergsteigen der Gipfel sichtbar wird. Ähnlich sei es beim heutigen Fest, da es „unser endgültiges Ziel“ in den Vordergrund rücke: die Aufnahme in den Himmel. Jesus beschreibe den Himmel „wie eine kostbare Perle, für deren Erwerb der Fachmann gerne alles einsetzt“. Leider vergesse man in der Hektik des Alltags vermehrt den Blick nach oben. „Wir starren gebannt auf den Boden, auf unsere Verpflichtungen, Termine und Geschäfte und zwar so sehr, dass wir auf den Blick nach oben nur allzu oft vergessen. Mit dem heutigen Fest lädt uns die Kirche liebevoll ein, zum Himmel zu blicken, eben dorthin, wohin uns Maria vorausgegangen ist.“

Um, wie Maria „mit Leib und Seele“ in den Himmel aufgenommen zu werden, solle man ebenso alles einsetzen, um nicht nur den Leib, sondern auch die Seele zu nähren. „Die beste Nahrung für unsere Seele ist die Gottes- und Nächstenliebe.“

Die Erzdiözese der Gottesmutter anvertraut

„Mit dem Fest der Aufnahme Marias in den Himmel feiern wir, unsere eigene Zukunft“, so Hofer.  Denn an Maria habe Gott bereits erfüllt, was uns allen verheißen sei. „Möge Maria uns helfen, dass wir in der Hektik des Alltags nicht auf den Himmel vergessen“, unterstrich der Weihbischof und vertraute im gemeinsamen Gebet die Erzdiözese Salzburg und deren Bewohner der Muttergottes an: „Und diese Bitte spreche ich im Vertrauen darauf aus, dass Maria immer schon geholfen hat. Und genau deswegen dürfen wir uns, unser Leben, unsere Lieben, aber auch unser Volk und Land neuerdings und immer wieder Maria und ihrer mütterlichen Liebe anvertrauen.“

Himmelfahrt und Sonnenkleid

 „Mariä Himmelfahrt“ am 15. August ist eines der ältesten christlichen Hochfeste. Den Kern des Festes bildet die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel. Nach der Überlieferung wurde Maria nach ihrem Tod mit ihrem ganzen Leib zu Gott geholt.

Maria ist menschlich gestorben, dennoch sollte ihr Körper nicht im Grab bleiben. Eindeutige Beweise für die Himmelfahrt Marias finden sich nicht in der Bibel, doch gibt es Textpassagen, die mit der Aufnahme Marias in den Himmel in Verbindung gebracht werden: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. (Off 12,1)“. Alttestamentliche Berichte von der Aufnahme Hennochs und Elias in den Himmel stützen diesen Glauben.

In Liturgie, Theologie und Volksfrömmigkeit wird Maria am 15. August einerseits als „Mutter“ dargestellt – Mutter Jesu und Mutter der Menschen –, andererseits aber auch als „Urbild des Glaubens“ und „Vorbild der Kirche“.

 

Foto: Zahlreiche Gläubige zogen zur Wallfahrtskirche Maria Plain.

Foto: Weihbischof Hansjörg Hofer beim Festgottesdienst in Maria Plain: Im gemeinsamen Gebet mit den Gläubigen vertraute der Weihbischof die Erzdiözese Salzburg und deren Bewohner der Muttergottes an.­

Fotos: Erzdiözese Salzburg

 

 

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