
Okkultismus und Magie wird spontan meist mit Hexen und Zauberern gleichgesetzt, also mit Wesen, die in unserer heutigen Welt nicht vorkommen. Dabei sind wir im Alltag umgeben von okkulten und magischen Praktiken, von Esoterik und Aberglaube.
Laut Umfragen hält jeder zweite bis dritte ein vierblättriges Kleeblatt, die Zahl 13 oder eine Sternschnuppe für bedeutsam. Mit Kristallen, mit Glücksbringern, Horoskopen, Zahlenspielen, Pendeln versucht man das Schicksal auszutricksen; aber auch christliche „Utensilien“ müssen herhalten, von der Kerzenspende für den passenden Patron über Heiligenbildchen als Talisman bis hin zum Bibel-Losen.
Auf diesem Weg will man Gesundheit, Wohlbefinden, Prüfungserfolg oder Liebesglück erhalten, einen Blick in die Zukunft erlangen oder Entscheidungen überhaupt delegieren.
Vielleicht eine unangenehme Erkenntnis: Aber zwischen dem kleinen „alltäglichen Zauber“ und den großen Hexen- und Magier-Kulten ist vom Gedanken her kein wirklicher Unterschied.
Unsere Aufgabe: Die Geister zu unterscheiden!
Für ein Gespräch oder E-mail stehe ich gerne zur Verfügung.
Meinrad Föger
Wer möchte nicht einmal etwas Gutes für sich tun? Da bietet sich für Stressbewältigung und Wohlbefinden ein Yoga-Kurs an! Na bestens – aber Halt! Hieß es nicht, Yoga sei so was wie eine Sekte??
1) Körperzentrierter Yoga beschränkt sich auf Haltungs- und Atemübungen, die zu innerer Ruhe und Sammlung führen und körperliches und seelisches Wohlbefinden unterstützen. Solche Kurse findet man auch in Pfarren oder kirchlichen Bildungshäusern.
2) Neohinduistischer Yoga bzw. jene Gruppen, die diesen praktizieren, wurden besonders gegen Ende des letzten Jahrtausends als gefährliche Sekten gebrandmarkt. Dabei war vieles übertrieben; manche Kritiken öfters auch berechtigt, wie z.B. die extreme Hörigkeit gegenüber einem Guru, Probleme in bereits bestehenden Ehen, die Behandlung der Kinder in eigenen Schulen im Ausland,… - Bei den wenigen heute noch übrigen neohinduistischen Yoga-Anbietern wird man kaum noch damit rechnen müssen, zwangsweise für den Hinduismus vereinnahmt zu werden, auch wenn manche Kunden trotzdem den Eindruck erhalten, dass man ihnen unter dem Deckmantel des Yoga quasi die hinduistische Weltanschauung verkaufen wolle. Jedenfalls muss man sich im Klaren darüber sein, dass diese Art von Yoga eine Glaubensfrage ist.
3) Yogaverbände – Europäische Yoga Union: Ausbildungen und Kurse auf dieser Basis berücksichtigen sowohl die indische Tradition des Yoga wie auch philosophische und religiöse Traditionen des Westens und zeigen sich als eigenständige, pluralistische Yogatradition. Diese Richtungen entsprechen durchaus dem heutigen großen Interesse an Spiritualität ohne religiöser Bindung.
4) Der Versuch, Yoga-Übungen mit christlicher Spiritualität zu verbinden, hat auch zur Gründung von christlichen Ashrams geführt, die derzeit aber weniger Bedeutung haben.
Fazit: Yoga ist gut, aber es zahlt sich aus, vorher genau hinzuschauen.
Genaue Informationen bietet die „Werkmappe Nr. 96, Yoga – Geschichte und Verhältnis zum Christentum“, erhältlich im Referat für Weltanschauungsfragen.
Meinrad Föger
Seriöserweise hat der 21.12.2012 laut Maya-Kalender keine größere Bedeutung, als es in unserem der 31.12.2000 war. In beiden Fällen endet ein Abschnitt der Zeitrechnung, und das Leben geht danach weiter wie vorher. Sowenig es gravierende Computerprobleme wegen des Jahrtausendwechsels geben hat, sowenig stehen uns jetzt ein Polsprung, eine Kollision mit Pandora oder eine Sonnenfleckenepidemie bevor. Warum also die Panikmache?
1 – Viele Menschen, denen langweilig ist oder die mit ihrem Leben und mit der Welt unzufrieden sind, wünschen sich, dass etwas passiert. Eine ordentliche Katastrophe, die die bösen Menschen vernichtet.
2 – Die Medien hätten zwar auch ernsthafte Themen zu berichten, aber Katastrophenangst kommt einfach immer gut an und ist spannend zu lesen.
3 – Anbieter von esoterischen Kursen verkünden für 2012 zwar keine vollständige Vernichtung, aber einen „Dimensionssprung“, der durch magnetische Veränderungen verursacht wird. Unsere Welt gerät dabei in einen höheren Schwingungszustand, in eine neue, bessere Dimension. Wer den Sprung mitmachen will, muss sich darauf vorbereiten und versuchen, seine eigene Schwingung auf die neue Ebene zu erhöhen, denn sonst bleibt man zurück. Also ab in (teure) esoterische Kurse und Seminare!
Meinrad Föger