Drehscheibe 99

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Drehscheibe 99 - 10. Jg; 10/2018
Mail: referat@weltkirche.kirchen.net; Tel.: 0662/8047-7610 - http://www.kirchen.net/weltkirche/
Weltkirchliche News
aus der Erzdiözese Salzburg
Drehscheibe
Nr. 99
Liebe Engagierte in der Weltkirche und für die Weltkirche!
Dankbar dürfen wir auf das Jahr 2018 zurückblicken. Es war ein ereignisreiches Jahr mit vielen Jubi-
läen, nicht nur im politischen Bereich, sondern auch im kirchlichen. In der Erzdiözese Salzburg konn-
ten wir 50 Jahre weltkirchliche Diözesanpartnerschaften begehen, des Weiteren: 60 Jahre SEI SO
FREI, 60 Jahre Familienfasttag, 30 Jahre Bondeko und 30 Jahre Afro-Asiatisches Institut Salzburg.
Dabei zeigte sich viel weltkirchliche Erfahrung und Engagement. Und so hoffe ich, dass dies auch in
Zukunft auf vielfältige Weise Frucht bringen.
In der aktuellen „Drehscheibe“ gibt es wieder Veranstaltungshinweise und Infos rund um die Weltkir-
che. So danke ich allen, die Termine oder Infos für diese Ausgabe geschickt haben. Zur gleichen Zeit
lade ich alle ein, mir Termine und Infos in den Pfarren und Einrichtungen zu schicken.
Ich wünsche allen noch eine gute Adventszeit und dann ein gesegnetes Weihnachtsfest,
Herzliche Grüße,
Veranstaltungen:
Di, 18. Dezember 2018, 12:15 – 15:00 Uhr
Praxis als Anstoß zur Erkenntnis
Ein Workshop zum 80. Geburtstag von Jon Sobrino SJ
Ort: Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Salzburg, Hörsaal 101
mehr Infos: Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen
06. Jänner 2019, 10:00 Uhr
Tag der Diözesanpartnerschaften mit den Diözesen Daegu, Bokungu-Ikela
und San Ignacio de Velasco
Eucharistiefeier mit Erzbischof Franz Lackner
Ort: Dom
mehr Infos: referat@weltkirche.kirchen.net
Mi, 16. Jänner 2019, 20:00 Uhr
Grüne Lügen. Je absurder sie sind, desto bereitwilliger werden sie geglaubt
Referentin: Kathrin Hartmann, München
Ort: Panoramabar, Stadtbibliothek, Schuhmacher-Str. 14, Salzburg
mehr Infos und Zählkarten: Stadtbibliothek (0662 / 8072-2450;
stadtbibliothek@stadt-salzburg.at)
Di, 18. Jänner 2019, 18:00 Uhr
Zona Sur (southern district)
Bolivianischer Filmabend mit landestypischen Spezialitäten
Bolivien 2009, Spanisch, Aymara mit UT in Englisch; 109 min.
Ort: AAI, Clubraum (EG), Salzburg
mehr Infos: www.aai-salzburg.at
14. Dezember 2018
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Drehscheibe 99 - 10. Jg; 10/2018
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Vorausschau:
Mo, 28. Jänner 2019, 19:00 Uhr
einfach MENSCH sein
Film & Gespräch mit Ernst Zerche (Regie), Graz
Klimawandel, Armut, soziale Spannungen … der Film ist eine Reise zu Menschen in
Nepal, Brasilien, Senegal und Südkorea, die sich für eine bessere Welt einsetzen.
Ort: ABZ – Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, Salzburg
Mehr Infos: referat@weltkirche.kirchen.net
Sa, 6. April 2019, 10:00 - 17:00 Uhr
globale Begegnungen – kulturelle Lernprozesse
Weltkirche-Seminar
Referent/innen: Sumeeta Hasenbichler, Daniela Molzbichler, Jubril Olawunmi
Ort: Bildungszentrum St. Virgil, Ernst-Grein-Str. 14, Salzburg
Anmeldung: St. Virgil, anmeldung@virgil.at
Veranstaltungsnummer: 18-0288
Infos:
Bolivien: Bischöfe: “Wir müssen eine partizipative Demokratie anstreben”
Cochabamba (Agenzia Fides) – „Seit Jahren fordern wir die Überwindung einer rein for-
malen Demokratie mit dem Ziel einer partizipativen Demokratie", so der Vorsitzende
der Bolivianischen Bischofskonferenz (CEB), Bischof Ricardo Centellas von Potosi, bei
der 105. Vollversammlung der Bischofskonferenz, die vom 8. bis 13. November Haus
„Kardinal Maurer“ in Cochabamba tagt. In Bezug auf die im Oktober 2019 für Bolivi-
en geplanten Präsidentschaftswahlen sagte Bischof Centellas: "Die Wahlkampagne hat
zu früh begonnen, denn sie hat zu diesem Zeitpunkt weder einen Sinn noch ist ein En-
de absehbar". Dies zeige, "dass es darum gehe, um der Macht willen an der Macht zu
bleiben, was den Weg für einen wirklichen Veränderungsprozesses versperre, den Boli-
vien dringend braucht". Bischof Centellas drängt zur Vertiefung einer partizipativen De-
mokratie, die auf dem Schutz der Würde jedes Menschen und der Achtung der Men-
schenrechte und des Gemeinwohls als Ziel und Kriterium für die Regulierung des politi-
schen Lebens beruht. Er betonte außerdem, dass "eine Demokratie ohne diese Werte
zum Totalitarismus wird“. Zu Beginn ihrer Vollversammlung widmeten sich Bischöfe ei-
ner Analyse der gegenwärtigen Situation des Landes, die am Ende der Beratungen in
eine „Botschaft an das Volk Gottes" einfließen wird.
mehr Infos: http://www.fides.org/de/news (CE) (Fides, 09/11/2018)
Bolivien: Kirche: Neue Morales-Kandidatur gefährdet Demokratie
Evo Morales, seit zwölf Jahren Präsident von Bolivien, will erneut kandidieren.
Boliviens Bischöfe verurteilen die Entscheidung des nationalen Wahlgerichts, die er-
neute Kandidatur von Präsident Evo Morales und Vizepräsident Alvaro Garcia Linera
zuzulassen. "Mit dieser Entscheidung hat das Gericht nicht als unabhängige Gewalt
agiert", ... Die erneute Kandidatur sei ein Anschlag auf die Basis der Demokratie des
südamerikanischen Landes und führe Bolivien in eine ungewisse Zukunft.
Morales, der das Land seit 2006 regiert, hatte vor zwei Jahren eine von seiner sozialis-
tischen Partei initiierte Volksabstimmung knapp verloren, die eine für eine weitere Kan-
didatur eigentlich notwendige Verfassungsänderung möglich machen sollte. Der Präsi-
dent hatte damals mehrmals öffentlich zugesagt, das Ergebnis der Volksabstimmung
anzuerkennen. Inzwischen beruft sich der Sozialist allerdings auf eine neue juristische
Interpretation, die seine neuerliche Kandidatur ermögliche. Die Opposition wirft Morales
vor, das Land in eine Diktatur nach venezolanischem Vorbild führen zu wollen.
mehr Infos: https://blickpunkt-lateinamerika.de/ (KNA / 06.12.2018)
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Drehscheibe 99 - 10. Jg; 10/2018
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D.R. KONGO - Präsidentschaftswahl: Bischöfe beklagen Mängel im Vorfeld und
hoffen weiterhin auf glaubwürdige Wahlen
Kinshasa (Fides) - Im Hinblick auf die geplante Präsidentschaftswahl am 23. Dezember
2018 bemängeln die Bischöfen der Demokratischen Republik Kongo verschiedene Fak-
toren: es gibt noch keine Einigung über den Einsatz von elektronischen Wahlgeräten;
die Freilassung politischer Gefangener unvollständig; Meinungsfreiheit wird einge-
schränkt; staatliche Mittel werden zur Finanzierung der Wahlkampagne der Regie-
rungspartei verwendet. "Trotz der unterschiedlichen Meinungen in wichtigen Punkten
des Wahlprozesses scheinen die politischen Parteien jedoch entschlossen die Wahl
durchzuführen", betonen die Bischöfe in der Erklärung, die am Ende ihrer außeror-
dentlichen Vollversammlung am 22. November in Kinshasa veröffentlicht wurde. Die
Mitglieder der Kongolesischen Bischofskonferenz erinnern daran, dass die dank ihrer
Vermittlung am 31. Dezember 2016 unterzeichneten Vereinbarungen insbesondere
auch die vollständige Befreiung von politischen Gefangenen und Demonstrationsfreiheit
vorsahen, was bis heute noch nicht vollständig umgesetzt wurde.
mehr Infos: http://www.fides.org/de/news (L.M.) (Fides 28/11/2018)
Expertin befürchtet Gewalt bei Wahlen im Kongo
Zwei Wochen vor den wichtigen Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo hat ei-
ne Expertin die Vorbereitungen kritisiert. Der Urnengang am Tag vor Heiligabend werde
voraussichtlich weder frei noch fair verlaufen, sagte die Leiterin der Abteilung für Kon-
fliktmanagement und Risikoanalyse am afrikanischen „Institut für Sicherheitsstu-
dien“ (ISS), Stephanie Wolters, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) Vor al-
lem bemängelte die südafrikanische Expertin „sehr niedriges Vertrauen“ der Bevölke-
rung in den Prozess. Erstmalig organisiere die Regierung in Kinshasa Präsidentschafts-
wahlen ohne internationale Unterstützung das führe zu „ernsten Bedenken“, etwa
über die Beteiligung der Armee. Darüber hinaus kritisierte Wolters die ungleichen
Chancen der Kandidaten. So gelte der Vertreter der Regierungspartei, Emmanuel Sha-
dari, als aussichtsreichster Kandidat, da er im Wahlkampf auf Staatsressourcen zurück-
greife. Vermutlich werde sein Sieg zu Protesten und möglicherweise Gewalt führen, so
Wolters. Als „absolut unerlässlich“ bezeichnete die Konfliktforscherin die Beteiligung
der katholischen Bischöfe. Die Bischofskonferenz (CENCO) werde landesweit 5.000
Wahlbeobachter entsenden. Ursprünglich hatten die Präsidentschaftswahlen bereits
2016 stattfinden sollen. Doch Langzeitpräsident Joseph Kabila weigerte sich lange, auf
eine verfassungswidrige dritte Kandidatur zu verzichten. Erst im August kündigte Kabila
an, von der Macht zu lassen. Beobachter halten allerdings für wahrscheinlich, dass er
über Strohmänner weiter die Fäden in der Hand behält.
mehr Infos: http://weltkirche.katholisch.de/ (KNA, 05.12.2018)
Neue Kirchenkampagne für Abschaffung der Todesstrafe in Südkorea
Seoul, 07.12.2018 (KAP) Die katholische Kirche in Südkorea beteiligt sich an einer neu-
erlichen Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe. Die bischöfliche Kommission für
Gerechtigkeit und Frieden (Iustitia et Pax) hat dazu "alle Bürger guten Willens" aufgeru-
fen, bis Jahresende eine entsprechende Petition zu unterschreiben. Es ist bereits das
vierte Mal, dass die katholische Kirche in Korea aktiv an einer Unterschriftenkampagne
zur Abschaffung der Todesstrafe und von lebenslanger Haft teilnimmt. Die Petition wur-
de laut dem vatikanischen Pressedienst "Fides" bereits von allen 26 koreanischen Bi-
schöfen, unter ihnen auch Seouls Erzbischof Kardinal Andrew Yeom Soo-jung, unter-
zeichnet. Die Einladung zur Unterzeichnung wurde zudem zuletzt bei allen Sonntags-
gottesdiensten im Land ausgesprochen. Die bis 31. Dezember gesammelten Unter-
schriften sollen im Anschluss dem Parlament vorgelegt werden.
mehr Infos: https://www.kathpress.at/ (07.12.2018)
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Drehscheibe 99 - 10. Jg; 10/2018
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Vatikan, Wissenschaft und Kirchen: Fossile Energie rasch beenden
Katowice-Wien, 12.12.2018 (KAP) Kirchen-Vertreter und hochkarätige Wissenschaftler
haben zu Wochenbeginn bei der UN-Klimakonferenz in Katowice (COP 24) ein gemein-
sames Memorandum veröffentlicht, das konkrete Maßnahmen zu einem raschen welt-
weiten Ausstieg aus der fossilen Energie fordert. Bei der COP-Tagespressekonferenz
am 12.12.18 betonte der Vatikan-Vertreter, Prälat Bruno Marie Duffe, man sei
"gewohnt, auf Klimakonferenzen von Entscheidungen für morgen zu sprechen, aber
'morgen' ist bereits heute, und wir müssen heute Entscheidungen für generationenüber-
greifende Solidarität treffen". Bei der Tags zuvor erfolgten Präsentation des vom Vati-
kan mitunterzeichneten "Katowice Memorandum" sagte der emeritierte Direktor des
Potsdamer Instituts für Klimaforschung und Klima-Sprecher der Päpstlichen Akademie
der Wissenschaften, Hans Joachim Schellnhuber, der Umstieg zu erneuerbaren Ener-
gien müsse chste Priorität haben. "Ein Bündnis von Glauben und Vernunft mag auf
den ersten Blick überraschend erscheinen, ist aber tatsächlich ganz logisch. Denn so-
wohl Wissenschaftler als auch religiöse Führer teilen ein grundlegendes Verantwor-
tungsgefühl für die gesamte Menschheit: Wir dürfen nicht zulassen, dass der histori-
sche Segen des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, der einen Großteil des heutigen Le-
bensstandards ermöglichte, jetzt zum Fluch wird und den Wohlstand zukünftiger Gene-
rationen zerstört."
mehr Infos: www.koo.at (12.12.2018,)
Tipp:
Indien-Kalender 2019
COPE – Entwicklungsprojekt einer österreich-indischen Freundschaft
www.cope.in
Bestellung unter: info@cope.in
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