Willkommen in der Diözesanbibliothek Salzburg!

Wo sich Geschichte und Theologie von ihren besten Seiten zeigen

Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist die älteste Bibliothek in Salzburg. Sie beherbergt mehr als 150.000 Medien mit den Schwerpunkten Theologie, Philosophie, Geschichte und Salisburgensia. Als öffentliche Spezialbibliothek unterstützen wir Sie gerne bei Ihren Recherchen. Die d|b|s Diözesanbibliothek Salzburg ist mit ihrem umfangreichen Altbestand, einer Vielzahl von Handschriften, Inkunabeln und Frühdrucken sowie wertvollen Sondersammlungen eine bedeutende Kultureinrichtung der Erzdiözese Salzburg.

Unsere Schaustücke im Dommuseum

Seit Anfang Oktober 2019 haben Sie die Möglichkeit, ausgewählte Objekte aus unserem Bestand im Dommuseum Salzburg zu betrachten. In einer Vitrine unter dem Motto „Schätze aus der Diözesanbibliothek Salzburg“ finden Sie wechselnde Schaustücke zu unterschiedlichen Themenbereichen:

 

 

Karwoche und Osteroktav

Kupferstich Letztes Abendmahl bzw. Auferstehung aus:

Leucht, Valentin (1550–1619): Viridarivm Regivm Illustrium miraculorum et historiarum Daß ist Königlicher Lustgart, Mainz 1614, VD17 12:107018G

RK 330

Diese Sammlung von Legenden stellte der deutsche in Frankfurt am Main tätige Priester Valentin Leucht zusammen, der auf vielen Gebieten der religiösen Schriftstellerei tätig war. Das Letzte Abendmahl ist am Beginn der auf die Eucharistie bezogenen Legenden, die Auferstehung inmitten der Erscheinungslegenden abgebildet. Das Werk wurde laut Vorlage 1614 in Mainz von Johann Gymnich verlegt, der Kupferstich über das letzte Abendmahl stammt von dem primär in Würzburg tätigen Johann Leypold, der Stich Auferstehung ist nicht signiert.

Das Exemplar gehört zur Kapuzinerbibliothek Radstadt, es befindet sich nur vorübergehend (zur Reinigung und Katalogisierung) in der DBS.

 

Holzschnitt mit Darstellungen zu Palmsonntag, Ostersonntag, Christi Himmelfahrt und Pfingsten aus:

Libri Agendorvm Secvndvm Antiqvvm vsum Metropolitanae Salisburgensis Ecclesiae, Dillingen 1575

FD 598.2

Dieses Rituale für die Kirchenprovinz Salzburg ließ Fürsterzbischof Johann Jakob Kuen von Belasy (1515–1586) im Jahr 1575 in Dillingen bei Sebald Mayer herausgeben, das Vorwort (und möglicherweise auch die Redaktion) verfasste der Dominikaner Feliciano Ninguarda (1524–1595), der unermüdliche Vorkämpfer der gegenreformatorischen Erneuerung in der Kirchenprovinz Salzburg (er wirkte später noch als Bischof von Scala bei Amalfi, als Nuntius in Süddeutschland sowie als Statthalter des Hochstifts Regensburg). Vor dem Konzil von Trient hatten die einzelnen Kirchenprovinzen und Diözesen noch viele lokale Eigenheiten in der Liturgie. Die für die Sakramentenspendung und die Durchführung der Sakramentalien nötigen Gebete und Anweisungen waren in Büchern mit verschiedenen Bezeichnungen zu finden, heute meist als Rituale bezeichnet, aber auch Agenda war ein gängiger Titel dafür. Erst mit dem Rituale Romanum von 1614 kam es zu einer schrittweisen Vereinheitlichung.

Das vorliegende Exemplar gelangte laut dem darin befindlichen Stempel als Teil der Haller Bibliothek in die Priesterhausbibliothek Salzburg (Vorbesitzer war also der Erzbischof Johann Kardinal Haller, 1825–1900).