Gründonnerstag

Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern steht im Zentrum dieses Tages. Die Kirche sieht darin die Einsetzung der Eucharistie (also des Kerns der heiligen Messe) durch Jesus selbst. Das letzte Abendmahl verweist auch auf das himmlische Freudenmahl, das nach dem Tod auf die Menschen wartet.

 

 

Den Evangelisten zufolge feierte Jesus an diesem Tag mit seinen Jüngern ein letztes festliches Mahl in Jerusalem. Außerdem wird von der Fußwaschung, dem Gang auf den Ölberg und dem nächtlichen Gebet Jesu sowie seiner nächtlichen Gefangennahme berichtet.

Der Name leitete sich vermutlich vom mittelhochdeutschen Verb gronan (= weinen) ab. Das ist darauf zurückzuführen, dass der öffentliche Büßer (= Weinende) wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wurde. Möglicherweise bezieht sich der Name auch auf die an diesem Tag getragenen grünen Messgewänder der Priester im Mittelalter.

Die Messfeier am Gründonnerstag findet in Anlehnung an das letzte Abendmahl statt. In diesem Gottesdienst wird die Fußwaschung als Ritus durch einen Priester nachvollzogen.

Die Glocken läuten ein letztes Mal bis zum Auferstehungsgottesdienst in der Osternacht. Der Volksmund sagt, „sie fliegen nach Rom“. Ebenso lang schweigen die Orgeln.

Am Ende des Gottesdienstes wird das gewandelte, heilige Brot zu einem Seitenaltar gebracht und der Hauptaltar völlig abgeräumt.

In manchen Pfarren werden nach der Messe kleine gesegnete Brote ausgeteilt, die das letzte gemeinsame Mahl versinnbildlichen sollen.

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