Palmsonntag

Der Palmsonntag hat seinen Ursprung in Jesu feierlichem Einzug in Jerusalem, vor seiner Hinrichtung. Wie alle vier Evangelisten berichten, betrat Jesus als König der Gerechtigkeit und des Friedens Jerusalem. Die Bevölkerung feierte ihn als Messias – den lang erwarteten Retter.

Als Jesus in Jerusalem einzog, breiteten die Menschen Kleider vor ihm aus und streuten grüne Zweige: Palmzweige, die seit der Antike als Zeichen des Lebens, der Hoffnung, des Sieges gelten und Attribut der christlichen Märtyrer sind, Ölbaumzweige, die als Symbol für den Frieden gelten.

Als Erinnerung an die nahende Erlösung werden auch heute Zweige in der Messfeier gesegnet, als Symbole des Lebens in der Palmprozession mitgetragen und anschließend mit nach Hause genommen. Bei uns sind das nicht Palm- und Ölbaumzweige, sondern grünende und blühende Zweige anderer Bäume wie z. B. von Buchsbaum, Fichte, Wacholder oder Weide, die bereits „Kätzchen“ tragen. In einigen Gegenden werden die Zweige zu einem Strauß gebunden, in anderen befestigt man sie an Stöcken und Stangen und schmückt sie mit Früchten, Brezeln, Eiern und Blumen oder bunten Bändern.

Diese Zweige sollen zudem Schutz vor Krankheiten bieten. In ländlichen Gegenden band man die gesegneten Zweige an ein Kreuz im Haus oder steckte sie auf die Felder, in der Erwartung, Unwetter, Blitz und Hagel von Haus und Acker fernzuhalten.

Seit dem 10. Jahrhundert war es auch Brauch, dass Dorfpfarrer auf einem lebenden Esel bei der Palmprozession mitritten und so der Einzug in Jerusalem nachvollzogen wurde. Da sich die Esel aber nicht immer so verhielten, wie es gewünscht war, wurden sie später meist durch hölzerne Esel ersetzt.

Dieser Brauch besteht auch heute noch in Puch bei Hallein. Der Holzesel mit einer reitenden Christusfigur stammt aus dem 17. Jahrhundert und wird von vier Burschen vom Trachtenverein D'Puachstoana durch den Ort getragen. Damit ist Puch die einzige Gemeinde im Land Salzburg, in der dieser Brauch noch lebendig ist. Lediglich in Thaur in Tirol ist ebenfalls noch ein hölzerner Esel während der Palmprozession im Einsatz. In Hintersee reitet ein Ministrant oder eine Ministrantin auf einem lebenden Esel mit.

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